Warmwasser produziern

  • Hallo ich weiss jetzt nicht ob ich hier richtig bin.

    Es geht darum ich möchte gerne gas sparen bzw warmwasser sparen.


    Wie kann ich dies am besten machen?


    Mir hat man gesagt das sich eine Solarthermie nicht mehr lohnen würde.


    Daher frag ich mich wie ich das sonst am besten machen kann. Ich möchte halt ordentlich was sparen bzw jetzt nicht nur irgendwie 5 oder 10 %. Und auch nicht irgendwas da selbst was zusammen bauen. Gas Verbrauch im Jahr kann ich heute abend sagen fals das gebraucht wird. Achso und die Heizung an sich ist das ganze Jahr an. Bis auf die Heizkörper.

  • Frag doch einfach dagegen, was sich nicht lohnen soll???

    Wenn Gas immer teuerer wird, was spricht gegen Solar Thermie auf dem Dach?

    Hab nur positives gehört und immer viel Fragen!

    Notfalls Mal klingeln gehen bei einem Haus und fragen, ob es sich lohnt 😉👍

    PV Elektrotechniker mit faible für Huawei Anlagen, andere Marken werden auch installiert.

  • Schaue mal ob dein Brauchwasserspeicher mit einem E-Heizstab nachgerüstet werden kann. Wenn ja, dann kannst du auch im Sommer dein heißes Wasser mit der PV Anlage erzeugen und die Heizung kann komplett aus.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont!

  • Hallo Ralf,


    also: Zuerst brauchst Du eine Anlage, die "grüne Energie" erzeugt - also z.b. eine Solarthermie- oder eine Photovoltaikanlage. Die Solarthermie ist i.A. ok, aber Du hast immer das Problem der Flüssigkeit, die kreisen muss... und die altert, also alle paar Jahre getauscht werden muß. Wenn Energie am Dach ankommt muß die Pumpe laufen, die die Flüssigkeit zum Wärmetauscher befördert. Hier verlierst Du ein wenig Energie. Aufgebaut werden muß eine solche Anlage (eine solche Lösung) von einer Heizungsfirma (teuer).

    Wenn Du eine PV auf dem Dach hast (...), erzeugst Du im Idealfall Strom, mit dem Du dein Haus / deine Wohnung versorgen kannst. Wenn mehr erzeugt wird, als das Haus verbraucht, kannst Du den Überschuß speichern, ins Stromnetz einspeisen (billig verkaufen) oder eine Wärmepumpe (sehr teuer) oder einen Heizstab (günstig) zur Erzeugung von Warmwasser betreiben. Die Kosten sind auf jeden Fall hoch, die Arbeiten am Stromnetz MUSS ein konzessioniertes Unternehmen (teuer) erledigen... dein Stromversorger wird Dir ansonsten die Karten legen - oder, noch schlimmer - die Versicherung wird die Leistung ablehnen, wenn "etwas passiert". Egal wie, Du musst wissen, wie viel Geld Du anlegen willst und kannst - und wieviel Energie Du aktuell verbrauchst ... danach kann man weiter schauen, ob sich solch ein Vorhaben lohnt... Strom durch Sonne produzieren lohnt sich eigentlich immer... und wenn`s nur für`s gute Gefühl ist... Grüße !

  • Hallo Ralf,


    die Solarthermie ist im Sommer sehr effektiv und Du hast schnell die gewünschte Brauchwassertemperatur erreicht. Sobald diese erreicht ist, hast Du Fläche auf dem Dach, die Energie produziert, aber keine mehr abgeben kann, da der Brauchwasserspeicher die Temperatur schon erreicht hat.

    Daher wäre es in meinen Augen sinnvoller, den überschüssigen Strom, bevor dieser eingespeist wird, zur Brauchwassererwärmung zu verwenden. PV-Strom ist halt verschieden einsatzbar.

    Grüße aus NRW,


    Benno

  • Hier wurde zwar schon gut 2 Jahre nicht mehr geschrieben, aber ich möchte das Thema noch mal aufwärmen, da ich selber für mich jetzt auch eine Lösung gefunden habe. Nicht die idealste, aber bei mir funktioniert es.


    Als ich hier meinen ersten Kommentar abgesetzt habe, hatte ich "nur" 1,48 kWp am BKW auf dem Dach.


    Jetzt ist meine Anlage aber gewachsen und es sind seit Oktober 2024 insgesamt 17,525 kWp auf dem Dach und ein 15,24 kW Speicher im Keller.

    Ich habe Anfang August in meinen 300L Brauchwasserspeicher auch mal einen 230V/3kW Heizstab mit Thermostat eingebaut und diesen dann mit einer Zeitschaltuhr gesteuert. Seit über 30 Tagen ist dann auch meine Gastherme komplett abgeschaltet und der Heizstab verrichtet zufriedenstellend seinen Dienst.

    Für die Stromversorgung habe ich eine separate NYM-Leitung vom Zählerschrank im Keller, bis zum Heizungsraum in der 1. Etage verlegt. Abgesichert ist es über einen zweipoligen LS 25A und dem FI vom oberen Badezimmer. Die Zeitschaltuhr (3600W) ist ebenfalls im Zählerschrank auf der Hutschiene neben dem zweipoligen LS verbaut und schaltet den Heizstab am Morgen um 10.00 Uhr ein, bzw. um 20.00 Uhr wieder aus.

    Die Zirkulationspumpe vom Brauchwasserspeicher wird auch über eine Zeitschaltuhr gesteuert. Ab 6.00 Uhr morgens beginnt sie alle 15 Min kurz Wasser durch die Zirkulationsleitung zu pumpen und steht ab 22.00 Uhr still.

    Die Wärmeverluste über Nacht halten sich so mit in Grenzen und liegen bei nicht mal 2° in den 8 Stunden.


    Auch an das reine Heizen wurde gedacht und im Haus sind zwei Split-Klimaanlagen mit je 3,8kW Heizleistung verbaut, wo durch dann auch in der Übergangszeit nicht so früh die Heizungsanlage wieder hochgefahren werden muss.


    Mal schauen wie lange wir unser Haus in der dunklen Jahreszeit dann so autark versorgen können ohne den Zukauf von Gas und Strom.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont!

  • Guten Abend, hast Du schon einmal über eine Brauchwasserwärmepumpe nachgedacht? Aktuell holst Du aus 1kW Strom ca. 1kW Heizenergie… mit einer BWWP könntest Du 3-4 kW Heizenergie gewinnen…

  • Eine wie auch immer geartete Wärmepumpe ist aber ungleich teurer als ein Heizstab.


    Und ob sich Brauchwasserwärmepumpen bei kleinen Haushalten rentieren...

    Das ist wieder ein ganz eigenes Kapitel.

    { 2x [500Wp Süd + 500Wp West --> B2500 2,2kWh] }--> EZ1-M 800MVAr

  • Eine wie auch immer geartete Wärmepumpe ist aber ungleich teurer als ein Heizstab. damit hast du leider recht


    Und ob sich Brauchwasserwärmepumpen bei kleinen Haushalten rentieren... kommt sehr stark auf die Personenanzahl im Haushalt an. Bei 1-2 Personen eher nicht

    Das ist wieder ein ganz eigenes Kapitel.

    ESS netzparallel

    8 x 460W Just Solar Module

    Victron Multplus II 48/5000/70-50

    Victron MPPT 150/70

    3 Pylontech US3000C

  • Klar, das ist alles mittels Nachrechnen zu klären. Wenn Du Strom genug hast = Heizstab reicht.

    Ich habe auch einen Heizstab im WW-Tank, aber für den Winter eine BWWP eingebaut, um den zu wenigen Strom im Winter sinnvoll nutzen zu können...

    Es kommt alles auf die Gegebenheiten an...

  • EmmPee, erklär mal bitte deinen Aufbau.

    Will ja nicht dumm sterben. Dachte immer, dass sich Wärmepumpen v.A. im Sommer lohnen.
    Oder hast du im Winter PV Überschuss?

    { 2x [500Wp Süd + 500Wp West --> B2500 2,2kWh] }--> EZ1-M 800MVAr

  • Die Kostenoptimierer

    Steht im Beitrag 230V/3kW

    Die Leitung ist 12m lang und 3x2,5 NYM


    EmmPee

    Ja habe ich und wollte es aber jetzt erst mal so für ein oder zwei Jahre ausprobieren, um zu sehen wie es sich auf den Jahresgasverbrauch auswirkt.

    Durch die Nutzung der Split-Klimaanlagen in den Übergangszeiten, hatte ich den Gasverbrauch schon um gut 230 Kubikmeter (macht ca. 2600 kW Heizleistung) reduziert. Aber für die Warmwassererzeugung, musste die Therme trotzdem weiterlaufen. Jetzt macht es erst mal der Heizstab. Reicht zur Zeit auch für einen 3 Personenhaushalt.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont!

  • EmmPee, erklär mal bitte deinen Aufbau.

    Will ja nicht dumm sterben. Dachte immer, dass sich Wärmepumpen v.A. im Sommer lohnen.
    Oder hast du im Winter PV Überschuss?

    Nein, im Sommer ist es egal (bei mir) fast egal, ob Wärmepumpe oder Heizstab im Einsatz sind- das ist i.A. genügend Energie vorhanden. Hier erzeugt die WP ca. 50 Grad warmes Wasser. Wenn Strom übrig ist, erzeugt der Heizstab danach eben noch mehr Wärme, bis ca. 80 Grad. Im Winter geht es vielmehr darum, die vorhandene Energie möglichst sinnvoll zu nutzen: Nicht 1kWh Strom zu 1 kWH Wärme, sondern eben das kWh Strom zu 3 kWh Wärme zu wandeln. Kaufen muß ich im Winter den Strom auch, nur eben entsprechend weniger davon.

  • Hatte ich ähnlich gemacht, zunächst nur Gastherme, dann Pool-WP dazu... nun seit 6 Monaten BWWP... eine "richtige WP" werde ich zu Preisen von 40K und mehr nicht kaufen, werde veruchen, auch die selber zu installieren...

  • So, seit 2 Tagen wird wieder mit Gas die Wärme erzeugt.

    Drei aufeinander folgende Tage mit Regen und ohne Sonne haben dann auch dazu geführt dass der Ertrag nicht mal mehr für den normalen Tagesverbrauch gereicht hat, geschweige denn für den Heizstab oder die Split Klimageräte.

    Da die Kosten für Gas geringer sind, als zugekaufter Strom, wird erst mal wieder die Gastherme genutzt.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont!

  • Habe die gleiche Situation - seit 3 Tagen wird wieder Gas verbraucht. Ich suche immer noch gleichgesinnte aus GK/HS, die auch selber eine Wärmepumpe aufbauen wollen… das ganze soll bezahlbar bleiben… ein Erfahrungsaustausch wäre toll.

  • Bin auch aus dem Kreis HS, habe aber noch nicht vor meine Brennwerttherme durch eine Wärmepumpe zu ersetzen.

    Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber nicht alle haben den gleichen Horizont!

  • Mittlerweile gibt es PVT Anlagen, also kombinierte PV mit Thermie "dahinter". Hört sich erstmal interessant an

    Aber keine Ahnung was die kosten.

    Und man hat die gleichen Nachteile von Thermie-Anlagen

    { 2x [500Wp Süd + 500Wp West --> B2500 2,2kWh] }--> EZ1-M 800MVAr

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