Hallo liebe Balkonkraftwerk-Freunde,
ich bin neu hier im Forum und habe direkt eine Frage. Ich betreibe seit 2021 eine 9 kWp Photovoltaik-Anlage mit Ost/West-Ausrichtung. Für die Einspeisung erhalte ich 9 Cent pro Kilowattstunde und nutze einen Zweirichtungszähler. Der Netzbetreiber hat für dieses Jahr einen Zählertausch angekündigt, allerdings weiß ich noch nicht, welchen Zählertyp ich bekommen werde.
Einen Speicherakku habe ich bisher nicht, plane aber, in den nächsten Jahren einen nachzurüsten. Mein jährlicher Stromverbrauch liegt bei etwa 6000 kWh, da ich eine Wärmepumpe betreibe.
Angesichts des rapiden Preisverfalls bei PV-Modulen und Mikrowechselrichtern denke ich darüber nach, ein zusätzliches Balkonkraftwerk mit vier Modulen und einer Gesamtleistung von 800 Watt zu installieren. Wenn ich den erzeugten Strom einfach in eine beliebige Steckdose einspeise, würde dieser zusätzliche Strom ebenfalls mit 9 Cent pro Kilowattstunde vergütet werden. Das wäre jedoch nicht legal, oder?
Meine Frage ist nun: Gibt es eine Möglichkeit, ein Balkonkraftwerk zusätzlich legal zu betreiben? Beispielsweise könnte man den Wechselrichter so anschließen, dass der Strom nur intern genutzt und nicht ins Netz eingespeist wird. Eine Leitung vom Balkonkraftwerk zum Zählerschrank zu legen, wäre für mich kein Problem.
Zusätzliche Informationen, die vielleicht relevant sind:
- Ein Balkonkraftwerk sollte ordnungsgemäß bei der Bundesnetzagentur und beim Netzbetreiber angemeldet werden.
- Der Wechselrichter muss über eine entsprechende Einspeisebegrenzung verfügen, um eine ungewollte Netzeinspeisung zu verhindern.
- Eventuell wäre es sinnvoll, sich über die steuerlichen Aspekte und mögliche Förderungen zu informieren.
Vielen Dank für Eure Antworten und Tipps!